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Wieder Klarheit in der
deutschen Rechtschreibung
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Dieselbe Nachricht wurde am Tag zuvor im
heute-journal
gemeldet. Führende Schriftsteller,
Nobelpreisträger
(Grass), Wissenschaftler und zahllose 86% der Anrufer aus einer
Pro7-Zuschauerumfrage vom
gleichen Tage Unzählige anderweitige Umfragen in der Bevölkerung ergeben dasselbe Bild. |
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"Verlage kippen Rechtschreibung" Die Verlage
Axel Springer und der SPIEGEL kehren wieder zur alten Rechtschreibung
zurück. Sämtliche Print-
und Online-Titel der beiden Verlage stellen schnellstmöglich ihre Schreibweise um, wie in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt wurde. Zugleich apellierten sie an andere Medien, sich diesem Schritt anzuschließen. Auch die Süddeutsche Zeitung folgt der alten Rechtschreibung laut ARD-Videotext S. 161 vom 7.8.04 am gleichen Tage meldet der ZDF-Videotext auf S. 120: "Verlage kehren zu alter Rechtschreibung
zurück" Die Axel Springer AG und der
SPIEGEL-Verlag kehren in ihren Publikationen zur alten Rechtschreibung
zurück. TED-Umfrage Über
90 % der Anrufer einer TED-Umfrage verlangen
im
August 2004 eine Befragung der Bevölkerung, die |
1. Die Einstellung der Rechtschreibkorrektur bei
Winword
In Winword kann die bewährte, alte Rechtschreibung
durch einige Mausklicks eingestellt und die sogenannte "neue
Rechtschreibung" ausgeschaltet werden:
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1) Word2000 aufrufen, dann Danach korrigiert Word nach den international anerkannten Regeln: seriös, zeitlos, eindeutig , |
2. Einige F.A.Z.-Beiträge zum Thema
Die Rückkehr der F.A.Z. - der wohl
angesehensten
und bedeutendsten deutschsprachigen Tageszeitung - zur korrekten,
bisherigen
Rechtschreibung wird am 26. und 27.7.2000 und in den Folgetagen in
diversen
Beiträgen kommentiert.
1) Am 26.6.2000 erklärt die F.A.Z. auf S. 49 die sogenannte "neue Rechtschreibung" in einem Beitrag für "Bankrott! Gemeingefährlich" und spricht vom "Skandal der neuen Rechtschreibung".
2) Der FAZ-Kommentar auf S. 1 vom 27.7.2000 rechnet dann endgültig mit der Schreibverordnung ab. Es heißt unter anderem : " Der Versuch ... ist gescheitert."
3) In dem Feuilletonbeitrag "Das Recht der
Könige"
auf S. 49 am 27.7.2000 liest man:
"... Nachdem zahllose Protestveranstaltungen, Petitionen, Leserbriefe
und Diskussionen fruchtlos geblieben waren, nachdem Volksentscheide
eingeleitet,
der Bundestag und das Bundesverfassungsgericht angerufen worden sind
und
nichts die Kultusminister von ihrem Holzweg abbringen konnte, hat die
Bevölkerung
etwas getan, womit offenbar niemand gerechnet hatte. Anstatt sich nach
alter Väter Sitte ins Unvermeidliche zu schicken und fortan zu
schreiben,
wie ihnen aufgetan ward, haben viele den letzten Ausweg gewählt,
den
radikalsten, der zugleich der einfachste ist: Er (der Weg) besteht
darin,
die neuen Rechtschreibregeln kurzerhand zu ignorieren. ..."
4) Der Präsident der Deutschen
Akademie
für Sprache und Dichtung in Darmstadt schreibt (F.A.Z.
31.7.2000,
S. 45) "Kreislauf der Blamagen"
Das Unternehmen der staatlich verfügten Rechtschreibreform beruht
von Anfang an auf einer gründlichen Verkennung staatlicher
Aufgaben
und nach meiner Meinung auch staatlicher Kompetenz. Frühere
Kultusminister
in deutschen Ländern haben das - mit Ausnahme des unseligen
Reichserziehungsministers
Rust - sehr rausch eingesehen .. Dem Staat darf innerhalb des
breitangelegten
Prozesses der Rechtschreibentwicklung allenfalls eine subsidiäre
Kompetenz
zukommen, nicht dagegen diejenige zu tieferen Eingriffen, die mit Recht
von der weit überwiegenden Mehrheit der Sprachteilnehmer abgelehnt
werden.
..Ich meine, es sei unverantwortlich - ich wiederhole: unverantwortlich -, Schüler weiterhin eine Schreibung lernen zu lassen, von der man wissen kann (und vielfach in Wahrheit ja längst weiß), daß sie sich nicht wird halten lassen. Damit werden unsere Kinder verhöhnt. Eben das darf sich eine Gesellschaft nicht gefallen lassen.
Es ist eine alte Einsicht - klassisch dargestellt schon in Sophokles' "Antigone"- , daß Fehler, die man nicht rechtzeitig einsieht, immer neue Fehler nach sich ziehen. So ist das auch mit Blamagen: .. Vielleicht sollten Kultusminister eben das, was sie von den Schülern erwarten, selbst entwicklen: Lernfähigkeit. ..
Das beste wäre zweifellos, wenn man die Reform umgehend kassiert, und zwar ganz und gar. Jeder Tag, an dem das nicht geschieht, mehrt den Schaden. Vor allem sollte man keine Hoffnung auf eine Reform der Reform setzen. Da dabei wieder Interessen der Gesichtswahrung mitsprechen würden und das übliche Geschacher zwischen den Beteiligten kaum vermeidlich wäre - der (eine) will die Volksetymologien à la "Schnäuzen" , der (andere) irgendwelche Fremdwortverschandelungen retten -, bringt nichts. Nein, ein einfacher Schnitt, anders gesagt: Die Wiederherstellung des Bewährten wäre das beste. Das Vorbild der F.A.Z. zeigt: Es geht! Man sollte alle andern auffordern, ihm zu folgen....
Anmerkung:
Wer nicht mehr durch die Nase schneuzen will, will vielleicht nur durch
die Schnauze schnäuzen dürfen. Wenn dennoch sprachliche
Gründe
vorliegen sollten, dann leiten sich die laut auf der Laute
spielenden
"Läute", die an der Haustürläute läuten, von
"laut" ab, den alles ist laut. Im übrigen ist 64 durch jede ganze
Zahl teilbar: durch 1 ,2 , 3 , 4 ..klappt.. Rest stimmt wohl auch.
Wäre
das nicht ein Ansatz für eine Mathematikreform in der Schule?
Nicht
nötig, längst geschehen - auf gleichem Niveau wie die
Schreibereform.
Wo dieser Geist regiert, da ist auch
sita usui late in ista per canes
( Sieht aus wie
Latein,
ist aber
keines)
.
eine hohe Kunst. Bedrückend ist, daß man sich diejenigen
für den Zwang zum Andersschreiben greift, die sich nicht wehren
können
- die Kleinsten, die Kinder.
Links zu Initiativen, die sich für die bewährte
Rechtschreibung
einsetzen:
F.A.Z. www.rechtschreibreform.de